Mein erster Besuch in M´Balling

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Eva mit Kindern
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Als Interessierte und Unterstützerin in Form von Kinderpatenschaften bin ich bereits seit etwa 10 Jahren mit der Leprahilfe Senegal verbunden. Mittlerweile wurde ich in den Vorstand als Schriftführerin gewählt (siehe Neuer Vorstand). Für mich war dies nun der Grund zum Anlass, M´Balling selbst einen Besuch abzustatten. Ich wusste bereits im Vorfeld sehr viel darüber, was mich dort im Senegal erwarten wird. Eine Ahnung davon, wie es wirklich ist dies auch selbst zu erleben, hatte ich nicht.

In M´Balling wurden wir sehr herzlich empfangen. Egal wohin unser Weg durch das Dorf führte, wurden sehr viele Hände geschüttelt und Herzlichkeiten ausgetauscht. Für mich als Durchschnittsösterreicherin war es eine neue Erfahrung, so freundlich und offen begrüßt zu werden. Wir bekamen oft Einblicke in die sehr einfach gehaltenen Wohnverhältnisse der dort lebenden Leute und ich bin noch immer von deren Offenheit und Dankbarkeit fasziniert. Ich durfte selbst Zeuge davon werden, dass diejenigen die am wenigsten besitzen, am meisten hergeben.

Als neues Vorstandsmitglied bekam ich natürlich auch einen Einblick in die laufenden Projekte und aktuellen Probleme. Der sehr dringend benötigte Bau weiterer Schulklassen für das Lycée sowie die Erneuerung der mittlerweile sehr veralteten Krankenstation sind enorme finanzielle Herausforderungen. Außerdem wenden sich ständig Hilfe suchende Personen an die Leprahilfe Senegal. Für uns Europäer sind es oft nur Kleinigkeiten, welche den Hilfesuchenden beschäftigen. Aber für die Bewohner M´Ballings können genau diese Kleinigkeiten bereits enormen Schaden anrichten, da niemand über finanzielle Reserven verfügt. Für mich war es bitter zu erleben, dass wir mit unseren finanziellen Mitteln nicht alle Hilfesuchende unterstützen können. Zusätzlich müssen wir mit den Entscheidungen und deren Auswirkungen leben, welche Projekte und Probleme wir als nächstes in Angriff nehmen oder aufgrund fehlender finanzieller Mittel ablehnen müssen.

Zurück in Österreich fühlte ich mich wie eine Fremde im eigenen Land. Ich hatte enorme Probleme mich wieder an die Hektik der Gesellschaft und die Schnelllebigkeit zu gewöhnen. Durch die gesammelten Erfahrungen im Senegal hat sich meine Sichtweise geändert. Für mich steht nun fest, dass ich meine Lebensweise verändern und den Konsum reduzieren werde. Mit der Funktionsübernahme des Schriftführers habe ich auch eine Portion Verantwortung übernommen, derer ich gerecht werden möchte. Daher werde ich mich aktiv in den Verein Leprahilfe Senegal einbringen, um mich in weiterer Folge für die Anliegen der Dorfbewohner M´Ballings engagieren zu können.

Helfen wir helfen!

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